Wasserkraft

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Einleitung

Stärkstes Kraftwerk der Welt in China

Ein Wasserkraftwerk ist eine Stromquelle, welche erneuerbare Energie produziert. Dabei wird kinetische Energie (Bewegungsenergie) in Elektrizität umgewandelt. Die Energiegewinnung durch Wasserkraft ist die am weitesten verbreitete erneuerbare Energiequelle der Welt.

Schritte/Funktionsweise der Energiegewinnung

Aufbau eines Wasserkraftwerks

Die Energiegewinnung durch das Wasserkraftwerk wird genutzt durch die Wasserströmung eines Flusses oder mithilfe eines Damms. Durch dessen Druck wird die Turbine angetrieben und die Bewegungsenergie wird mithilfe eines Generators in elektrischen Strom umgewandelt. Anstelle Turbinen gibt es auch Wasserräder, welche die nötige Bewegungsenergie liefern für die Umwandlung. Dabei kann das Wasser im Gegensatz zu Wasserturbinen auch um das Wasserrad fliessen.

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Wasser ist nicht wetterbedingt und die Wasserkraft ist eine der günstigsten Arten Strom zu produzieren ohne viel Energieverlust.
  • Ein Vorteil der Schweiz ist, dass es viele Gewässer oder Flüsse hat und es hier auch einen natürlichen Wasserkreislauf gibt.
  • Die Wasserkraft ist effizient, da man schnell grosse Mengen an Strom und Energie produzieren kann.
  • Die Staumauern können Umweltkatastrophen, vor allem Überschwemmungen, verhindern.
  • Wasserkraftwerke haben eine lange Lebensdauer und einzelne Teile der Kraftwerke sind nach langjährigem Gebrauch immer noch wiederverwendbar.
  • Die Wasserkraftwerke sind gleichzeitig auch Trinkwasserspeicher und im Gegensatz zu Erdöl, schädigt die Wasserkraft die Umwelt und Gesundheit der Menschen nicht.

Nachteile:

  • Wenn ein Staudamm gebaut wird, werden oft Moorlandschaften zerstört und grössere Eingriffe in die Natur vorgenommen. Dadurch wird auch die umliegende Pflanzen- und Tierwelt gefährdet. Um das häufige Fischaussterben zu vermeiden, gibt es seit 1992 die Restwasservorschrift. Sie schreibt vor, dass trotz der grossen Wasserabnahme der Kraftwerke noch genügend Wasser für die Fische verbleibt. Leider wird diese Vorschrift nur mangelhaft befolgt.

Wasserkraftwerk Arten

Es gibt verschiedene Arten von Turbinen. Die in der Schweiz am weitesten verbreitete Turbine ist die Peltonturbine, welche ähnlich funktioniert wie ein Wasserrad. Die verschiedenen Typen der Wasserkraftanlagen kann man nach unterschiedlichen Aspekten einteilen. Folgende Einteilungen sind möglich:

Potential der Wasserkraft in der Schweiz

Das verfügbare Potential ist mit 1.1-1.5 TWh sehr gering und kann umwelt- und naturverträglich genutzt werden. Die Wasserkraft wird aber auch in der Zukunft weiterhin das Rückgrat unserer Stromversorgung bilden. Bis heute stammen 55% des erzeugten Stroms in der Schweiz aus der Wasserkraft. Dies wird auch zukünftig bestehen und den Grossteil der erneuerbaren Energie liefern.

Ausserdem ist die Wasserkraft ein wichtiger Faktor betreffend der Netzstabilität. Während in den Laufkraftwerken Bandenergie vorbereitet wird, dienen die Speicherkraftwerke der Regulierung. Turbinen und Generatoren von 1750 MW Leistung sind in den Pumpspeicherkraftwerken der Schweiz eingerichtet. Die Leistung der Schweizer Atomkraftwerke beträgt 3400 MW.

Wasserkraftwerk in der Schweiz

Grösstes Wasserkraftwerk der Schweiz in Wallis


Quellen

Naturstrom

Strominfos

Nachhaltig leben

Wikimedia

Nachhaltig leben

Wikimedia

Aspekt Unterordnung
Nutzfallhöhe Niederdruckanlage (Fallhöhe < 15 m)
Mitteldruckanlage (Fallhöhe < 50 m)
Hochdruckanlage (Fallhöhe > 50 m)
Energiewirtschaft Grundlastkraftwerk
Mittellastkraftwerk
Spitzenlastkraftwerk
Installierte Leistung Kleinwasserkraftanlagen (< 1MW)
mittelgroße Wasserkraftanlagen (< 100MW)
Großwasserkraftanlagen (> 100MW)
Topographie Oberlauf (Speicherkraftwerk)
Mittellauf (Laufwasser- und Speicherkraftwerk)
Unterlauf (Flusskraftwerk)
Meer (Gezeitenkraftwerk)